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04.04.2022 Rückblick 1. Quartal 2022

Temperatur
ø 3,5 °C | STDV +3,25 K
min -4,7 °C [11.01.2022]
max 17,1 °C [27.03.2022]

Niederschlag
Summe 107 mm | STDV -2,7 mm /97 %
max 15,8 mm [17.02.2022]
max RR 14,0 [16.02.2022]

Sonnenstunden
Summe 287 h | STDV +59h/126 %
max 12,17 h [25.03.2022]

Liste der Sturmtage >=8 Bft - Anzahl 13
14.01.2022 77,4 km/h
17.01.2022 98,4 km/h
20.01.2022 94,0 km/h
28.01.2022 62,5 km/h
29.01.2022 95,0 km/h
30.01.2022 106,1 km/h
02.02.2022 63,5 km/h
07.02.2022 75,9 km/h
17.02.2022 85,0 km/h
18.02.2022 75,4 km/h
19.02.2022 122,1 km/h
21.02.2022 62,8 km/h
23.02.2022 68,6 km/h

Luftdruck
max 1046,1 hPa [19.03.2022] - Allzeithoch
min 975,5 hPa [17.02.2022]


Soweit die rein gemittelten Statistikwerte: es war (wie üblich) 3,2° zu warm, das Niederschlagssoll wurde mit rund 97% fast punktgenau erfüllt und die Sonnenstunden waren mit 287h zwar reichlich, aber im üblichen Rahmen (126%).
Schaut man sich jetzt allerdings die Witterungsperioden getrennt an, so ergibt sich ein ganz anderes Bild. Der Februar war der regenreichste Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnung vor 130 Jahren, der März hingegen der niederschlagärmste seit Wetteraufzeichnung - nämlich mit 0,0mm. Auch der bisherige Rekord der sog. Trockenperiode (Tage ohne Niederschlag) aus den 50er Jahren mit 26 regenfreien Tagen am Stück wurde gebrochen: bislang Stand 04.04. - 35 Tage ohne Niederschlag!
Auch die Sonnenstunden waren alles andere als gleichmäßig verteilt. Januar und Februar gehörten zu den ausgesprochen "dunklen" Vertretern ihrer Gattung. Ganz anders der März: mit 191% des Solls ergab sich ein plus von 103 Sonnenstunden.
Auch die "Sturmstatistik" mit Windstärken >=8 Bft ist schon sehr ungewöhnlich: im Jan. + Feb. gab es zusammen 13 Sturmtage, mit Windgeschwindigkeiten von über 120km/h.
Hatten wir in den beiden ersten Monaten überwiegend Tiefdrucktage, so war der März mit 28 Hochdrucktagen (>1020 hPa) und mit 0 Tiefdrucktagen (=< 1000 hPa) auch hier extrem ungewöhnlich. - Mit einem Luftdruck von 1046,1 hPa wurde nicht nur der höchste Luftdruck für einen März, sondern auch ein Allzeithoch gemessen. Normalerweise kommen solch extreme Hochdruckgebiete in unseren Breiten nur im Hochwinter bei Dauerfrostlagen und über einer geschlossenen Schneedecke zustande.
Die Tendenz, daß mit zunehmendem Klimawandel sich Wetterlagen in unseren Breiten zunehmend verfestigen, zuweilen sogar wie festgetackert erscheinen, scheint sich zu bewahrheiten.
Betrachtet man das Jahr sogar im 365-Tagezyklus, so sind keinerlei Extreme, außer der üblichen Temperaturabweichung (+1,6 K), zu verzeichnen. Die Statistik glättet hier fast alles.
Siehe auch Einzelauswertungen unten im Wetterblog!

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16. 01. 2022 Vulkanausbruch auf Tonga, Druckwelle hier meßbar
Am 15. 01. 2022 gegen 17:15 Uhr Ortszeit (05:15 MEZ) ist ein ca. 16500 km weit entfernter Unterseevulkan, 65km östlich der Haupstadt Tongas, mit solcher Wucht ausgebrochen, daß die atmosphärische Druckwelle bei uns ab ca. 20:00 Uhr meßbar war. Es gab dabei zwei Wellen: eine größere zuerst - und von einer kleineren dicht gefolgt. Es gab kurz hintereinander zwei Ausbrüche, die man auch hier in ihrer zeitlichen Abfolge messen konnte. Diese beiden Wellen nahmen den Weg über den Nordpol und erreichten uns gegen 20:00 Uhr. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit lag bei ca. 1100 km/h. Gegen 3:00 Uhr morgens am 16.01. erreichte uns dann noch eine zweite sog. Sogwelle, die ihren Weg wohl über den Südpol nahm. Insoweit wäre die Zeitverzögerung der 2. Druckwelle (Sogwelle) von ca. 5 Std. plausibel, da der südliche Weg zu uns ca. 5000km länger wäre. Auch diese Druckwelle wurde bei allen Meßstationen registriert und da es keine wetterbedingte Erklärung für diesen temporären Extremausschlag gibt, liegt diese Vermutung nahe. Daß es sich um eine mögliche Überlagerung zweier rel. schwachen Druckwellen gehandelt haben könnte, die noch um den Globus kreisten und sich bei uns trafen, ist auch nicht vollkommen ausgeschlossen.
Die ausschließlich stationsgebundene, rein luftdruckbasierte Wettervorhersage der üblichen elektronischen Hobby-Wetterstationen, haben deshalb binnen dieser 30 Minuten von "es wird schön" bis zu "Weltuntergang" so ziemlich alles angezeigt, bis sie sich wieder "beruhigt" haben.
Nachtrag v. 18.01.2022: Grafik 5 zeigt den Verlauf der Druckwellen. Hieraus ist auch ersichtlich, warum die 2. große Druckwelle um 03:00 Uhr wahrscheinlich nur ein Wellental erzeugte: beide Druckwellen begegneten sich auf der "Halbzeit" über Nordafrika und löschten sich so teilweise aus (Interferenz). Zumindest Richtung Norden lief nur noch ein abgeschwächtes markantes Wellental weiter.
Inzwischen wissen wir, daß diese Druckwellem bis zu 4x um den Globus kreisten. Allerdings waren sie dann nur noch mit extrem feinen und durch äußere Störungen abgeschirmten Barographen zu erfassen. Mit den für die übliche Wetterbeobachtungen ausgelegten Barometer, ist es praktisch nicht mehr möglich, diese immer geringer werdenden Anomalien aus dem normalen Wettergeschehen "heraus zu fischen".
Markierungen
1= Verden/Aller
2= Lüneburger Heide
3= SO-Mecklenburg / Woldegk
4= Wolfsburg
5= Mainburg/Bay.
6= Mühlhausen/Thür.
7= Wolfenbüttel.
H= Hochdruck
T= Tiefdruck
Kartenbezeichnungen
Schneedecke= Schneehöhe (cm) der geschlossenen Schneedecke zum Vorhersagetermin
Schneehöhe= akkumulierte Schneemenge (cm) bis zum Vorhersagezeitraum fällt
Trend= 16/35-Tagetrend - GFS Ensembles s.u.
globale Vorhersagemodelle:
GFS (USA); GEM (Canada); ECMWF (EU); ICON (DWD); ARPEGE (Meteo France); HIRLAM (NL);
lokale Vorhersagemodelle:
COSMO (DWD-lokal); AROME (EU); WRF und HIRLAM (freie lokale/regionale Vorhersageprogramme)
GFS-Ensemble / Trend, 850hPa (1500m):
rote Linie = Temperatur des langj. Mittel
weiße Linie = Mitteltemperatur aller Modelläufe
grüne Linie = Hauptlauf
  Pressebericht Nordkurier     Nk 30.08.21     Nk 3.12.21     Nk17.01.22     Nk09.04.22  
Kartenmaterial: www.wetter3.de | www.wetterzentrale.de | www.mtwetter.de | www.wxcharts.com | www.meteociel.fr
Matthias Krücke, www.woldegk-wetter.de
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