aktuelle Wetterinfos & Blog für Norddeutschland (NS & MV)
12.01.2021 Schnee + Wind = Schneeverwehungen
Am Mittwoch, den 13.01. wird es richtig winterlich: Ein umfangreiches Schneetief zieht von Südnorwegen kommend Richtung Polen. Ab dem Mittag wird der NO Mecklenburgs von der Schneefront zuerst nur tangiert, dann jedoch voll getroffen. Da die Front direkt über die Ostsee kommt, könnten beträchtliche Schneemengen zusammen kommen. Durch heftige Schneeschauer sind in kürzester Zeit 5-10 cm Neuschnee und Schneeverwehungen möglich. Allerdings wird ein Teil der Niederschläge voraussichtlich als Schneeregen oder Graupel niedergehen. Je nach der tatsächlichen Temperatur, ist eben mehr oder weniger Schnee drin. Je kälter, desto mehr Schnee und dann wäre bei recht strammen Westwind, der später auf nördliche Richtungen dreht, auch mit Schneeverwehungen zu rechnen. Die Modelle berechnen unisono zwischen 5-10cm Neuschnee in Vorpommern/Helpter Berge. Wieviel davon letztlich liegen bleibt, hängt ganz wesentlich von einigen 1/10 Grad hin oder her ab. Danach gehen die Temperaturen erst mal bis zum Wochenende in den Keller. Ob die momentan berechnete kurze "Warmzeit" zum Wochenanfang wirklich kommt, oder ob es doch durchgehend frostig bleib, ist noch völlig offen.

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10.01.2021 Der "Hauptlauf" und seine Kollegen
Der sog. Hauptlauf zeigt für den 12. Jan. reichlich Niederschlag - als Regen (Karte 3). Die sog. Schnee-Ensembles (Karte 1) zeigen reichlich Schneesignale für exakt diesen Zeitraum, allerding nicht im sog. Hauptlauf (fetter Grünling). In der Wettergrafik (Karte 3) wird dieser Niederschlag also als Regen ausgegeben. 80% aller Einzelläufe berechnen hingegen 2-6cm Neuschnee. Die Temperatur-Ensembles (Karte 2) liegen alle rel. dicht beieinander. Hier macht allerdings schon eine Abweichung 1-2°C nach unten eine Menge aus, um den berechneten Niederschlag als Schnee und nicht als Regen runter kommen zu lassen. Und genau das ist hier der Fall: alle Berechnungen liegen dicht zusammen, aber schon geringe Abweichungen machen bei dieser Wetterlage den ganz großen Unterschied - Regen oder Schnee. Da ca. 80% der Einzelläufe und auch der sog. Kontroll-Lauf Schneefall berechnen, sollte man dem Hauptlauf (der auch in den meisten Wetterapps ausgegeben wird) in diesem Falle eher nicht trauen. Nun die Frage: bleibt der mögliche Schnee liegen, oder taut er sogleich. Wahrscheinlich ja - es sei denn, die Temperatur sinkt während eines sehr kräftigen Schneeschauers lokal sehr weit ab - dann könnte der Schnee tatsächlich am Tage liegen bleiben. Schneit es jedoch permanent, aber nur eher leicht, wird von der möglichen weißen Pracht wenig erhalten bleiben. Im Prinzip ein sich selbst verstärkender Effekt: starke Schneeschauer haben einen kühlenden Effekt, sodaß die Umgebungsluft kälter wird und auch der weitere Niederschlag als Schnee fallen kann. Viel Schnee in rel. kurzer Zeit führt dann zu einer Schneedecke mit isolierender Wirkung. So tragen all diese sich selbst verstärkenden Effekte zu einer Schneedecke bei, die ansonsten nicht zustande käme. Im wahrsten Sinne des Wortes eine Grad-Wanderung...
Ob es am 12.01. nun eher regenet oder schneit, oder sogar trocken bleibt, ist überhaupt noch nicht raus. ICON, ARPEGE als auch GEM sehen in ihren Hauptläufen, ähnlich wie GFS, leicht steigende Temperaturen vorraus.

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09.01.2021 Kälte- und Wintereinbruch ab 18.01.?
Zumindest besteht dafür eine erhöhte Wahrscheinlichkeit. Denn die Wettermodelle (hier GFS) berechnen dieses immer wieder. Dafür jeweils die letzten Läufe von 18 und 06 Uhr - fetter grüner Hauptlauf. Dazu die Karten vom 20. Januar. Die Wetterlagen ähneln sich sehr, demnach würden uns vor allem im NO sehr kalte Tage bevor stehen. Je nachdem wieviel Schnee in den Tagen zuvor fällt, kann es deutlich unter -10°C gehen. Und: je nachdem wie verbreitet die Schneedecke im Osten von Polen bis Rußland sich erstreckt, kann dann auch für längere Zeit diese Wetterlage anhalten. Dabei wären dann verbreitet Temperaturen im 2-stelligen Minusbereich drin. Die Weichenstellung, ob sehr mild oder frostig wird nach den Modellen in ca. 10 Tagen zwischen dem 18. und 20. Januar gestellt. Beide Varianten sind möglich - mit leichter Tendenz zum frostigen Winterwetter. Doch schon zuvor werden wir aller Wahrscheinlichkeit ab Mitte nächster Woche es mit einigen Tagen echtem Winterwetter zu tun bekommen.

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02.12.2020 Herbst- und Novemberrückblick

Der Herbst 2020 in nackten Zahlen:
T ø: 11,0°C (STDV +2,3)
Tmax: 30,6°C (15.09.2020)
Tmin: -1,2°C (29.11.2020)
Niederschlag: 123,3 mm (STDV -9,8 mm / 93 %)
max 14,0 mm [25.09.2020]
max RR 32,6 mm/h [25.09.2020]
Sonnenstd.: 283,58 h (STDV -26,4 h / 92 %)

Der November 2020 in nackten Zahlen:
T ø: 6,72 °C (STDV +2,82)
Tmax: 18,4 °C (02.11.2020)
Tmin: -1,2°C (29.11.2020)
Niederschlag: 12,4 mm (STDV -38,3 mm / 24,5 %)
max 2,8 mm [22.11.2020]
max RR 6,2 mm/h [22.11.2020]
Sonnenstd.: 37:50 h (STDV -19 h / 72,3 %)

Nach den Zahlen war sowohl der Herbst als auch der November also deutlich zu warm. Insbesonder der Nov. war mit nur 12,4mm Niederschlag extrem trocken, sodaß der gesammte Herbst auch etwas zu trocken ausfiel. Die ersten 11 Monate 2020 haben deshalb wieder einmal ein markantes Niederschlagsdefizit (428,9 mm = 81,5 %), das aller Voraussicht nach auch im Dezember nicht ausgeglichen werden kann. Dazu müsste es im Dezember ca. 143 mm regnen, was dem 3-fachen des normalen Dezemberniederschlags entsprechen würde. So bleibt nur die schwache Hoffnung auf den kommenden Winter mit reichlich Regen oder Schnee, um nicht zum 3. mal hintereinander mit deutlichem Defizit in das Frühjahr/Sommer zu gehen. - Übermäßig naß sieht es für die nächsten 16 Tage jedoch nicht aus, da die hochdruckgeprägte Witterung überwiegend wetterbestimmend sein wird. D.h. es bleibt zwar weiterhin naßkalt und trübe, mit viel Nebel - aber eben mit eher wenig Niederschlägen.

Markierungen
1= Verden/Aller
2= Lüneburger Heide
3= SO-Mecklenburg / Woldegk
4= Wolfenbüttel
5= Mainburg/Bay.
6= Mühlhausen/Thür.
H= Hochdruck
T= Tiefdruck
globale Vorhersagemodelle:
GFS (USA); GEM (Canada); ECMWF (EU); ICON (DWD); ARPEGE (Meteo France); HIRLAM (NL);
lokale Vorhersagemodelle:
COSMO (DWD-lokal); AROME (EU); WRF und HIRLAM (freie lokale/regionale Vorhersageprogramme)
GFS-Ensemble 850hPa (1500m):
rote Linie = Temperatur des langj. Mittel
weiße Linie = Mitteltemperatur aller Modelläufe
grüne Linie = Hauptlauf
  Pressebericht Nordkurier  
Kartenmaterial: www.wetter3.de | www.wetterzentrale.de | www.mtwetter.de
Matthias Krücke, www.woldegk-wetter.de
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