aktuelle Wetterinfos & Blog für Norddeutschland (NS & MV)
20.09.2020 letzte Sommertage -> dann Herbst!
Spätestens ab Donnerstag wird sich der Spätsommer bei uns verabschieden. Es folgt eine komplette Umstellung der Großwetterlage, es wird deutlich herbstlich. Ab dem 23./24. wird es einen markanten Temperatursturz von 10-15° geben, nachdem es zuvor am Dienstag/Mittwoch nochmals sommerliche Höchstwerte von 25° oder mehr geben wird. Nach jetzigen Modellberechnungen wird sich eine Trogsituation bei uns etablieren: d.h. es wird herbstlich, sehr windig und auch sehr nass. Wobei man noch nicht wirklich sagen kann, wer wann wieviel Regen abbekommen wird. Die Temperaturen fallen ab dem 25.9. deutlich unter das Nieveau des langjährigen Mittels. Auch nach dem 6.10. (Ende des aktuellen Modell-Outputs), scheint ein "goldener Oktober" in weiter Ferne zu sein.
Karte 1: 16-Tagetrend Lüneburger Heide; Karte 2: 16-Tagetrend Vorpommern, Karte 3: Gesamtniederschlag bis 6.10.
Karte 4: Modellrechnung für den 6.10. (demnach geht es auch danach sehr herbstlich weiter).
Karte 5: Temperaturabweichung am 6.10. vom langj. Mittel
Karte 6: Windvorhersage Lüneburger Heide (gilt aber für den ganzen Norden).

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14.09..2020 Spätsommer und Trockenheit
Der Spätsommer hat Einzug gehalten und wird uns in den nächsten Tagen mit Höchstemperaturen im Norden von z.T. 30°C beglücken, im westlichen Niedersachsen könnten es auch ein paar Grad mehr werden. Ab Donnerstag geht diese kleine Herbst-Hitzewelle dann zu Ende, es wird deutlich kühler, aber der Jahreszeit entsprechend. Der Temperatursturz ist allerdings markant: 10-12° kälter wird es von einem Tag auf den anderen. Außergewöhnlich ist allerdings, daß dieser Temperatursturz nicht von Niederschlägen begleitet wird. Es bleibt weiterhin sonnig und sehr trocken. Karte 1 16-Tagetrend Vorpommern, Karte 2 Niederschlagssummen bis Monatsende. Damit dürfte der erste Hebstmonat im Norden ganz allgemein extrem trocken ausfallen. Karte 3: 16-Tagetrend für das westliche Niedersachsen/Verden. Hier wird es nach der Hitzewelle deutlich wärmer weitergehen, als in den östlichen Landesteilen.

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03.09..2020 Sommerstatistik

Sommerrückblick:
Der Sommer 2020 war 1,5° bis 2,0° zu warm (Vergleichsperiode von 1961-1990), ansonsten allerdings im Mittel ziemlich normal. Auch die vielbeschworene Dürre läßt sich statistisch kaum belegen. Im sog. Flächenmittel liegt der Norden meist knapp unter den 100% des normalen Niederschlags - einzelne Gebiete weise erheblich mehr, andere deutlich weniger Niederschlag auf. Das ist allerdings auch ziemlich normal - gerade für die Sommermonate mit den konvektiven Niederschlägen, die zuweilen etwas "unfair" verteilt sind. Nimmt man die Mittelwerte der letzten 10-15 Jahre, so sind die Temperaturabweichungen auch wesentlich geringer wie bei der Betrachtung des offiziellen Klimamittels. Die Sonnenstunden lagen meist etwas über dem Durchschnitt.
Eines läßt sich allerdings nicht leugnen: das Niederschlagsdefizit der letzten Jahre, vor allem in den tieferen Bodenschichten, ist nicht aufgefüllt worden, sondern hat sich verschärft, weil die Niederschlagssummen des Sommers eben leicht unterdurchschnittlich waren. Wir bräuchten also einen nassen Herbst und Winter, um die Dürre in tiefen Bodenschichten auszugleichen. Zumindest was den Herbst angeht, scheint das jedoch nicht in Sicht: sowohl die Langfristmodelle von NOAA als auch vom ECMWF sehen das nicht - doch dazu später mehr.....

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27.08.2020 Update: Sturmlage am Donnerstag

Wetterlage:
Während im Westen das Sturmtief abgezogen ist, wird es im Osten Mecklenburgs auch heute noch sehr windig und stürmisch sein (Karte 1-3). Erst gegen Nachmittag/Abend wird es dann merklich ruhiger. Zwischendrin ist immer noch mal der eine oder andere Schauer, größere Regenmengen kommen jedoch nicht mehr zusammen. Die Temperaturen sind schon herbstlich und liegen bei 15-18°C, wenn die Sonne mal rauskommt bei max. 20°C. Am Freitag zieht ein frisches Tief heran und bringt wieder Wind und Regen - es bleibt vorerst also bei der Herbststimmung. Karte 4: Ensembels aller Modelle, Spitzenböen.

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25.08.2020 Update: Sturmlage am Mittwoch

Wetterlage:
Das Sturmtief erreicht, wie gestern besprochen, in der Nacht zu Mittwoch Holland und am morgen den westen Norddeutschlands. Vormittags liegt der Schwerpunkt dann an der Nordsee und in der Küstenregion bis nach Südniedersachsen hinein. Erst gegen Mittag/Nachmittg bekommt dann Mecklenburg den ersten Herbststurm zu spüren. Die Karte 1-4 mit den berechneten Spitzenböen zeigen den Verlauf des Windfeldes im 3h-Takt. Erfahrungsgemäß kann es lokal aber durchaus heftiger winden: 10-11 BFT (90-100 km/h) kann es insbesondere beim Kaltfrontdurchgang schon mal kurzfristig - ausgelöst durch Fallböen - geben. Windbruch ist somit durchaus möglich, sogar wahrscheinlich, da die Bäume noch voll belaubt sind und die Angriffsfläche eines Segels haben. Die Hauptwindrichtung wird im westlichen Niedersachsen und im Nordseeumfeld West sein, je weiter im Binnenland und je weiter östlich, desto mehr kommt der Wind aus Südwest (Karte 5). Karte 6 zeigt den zu erwarteneden Niederschlag bis Mittwoch nacht. Nur im direkten Küstenumfeld werden die 25l/m² wohl erreicht, bzw. lokal auch mal überschritten. Ansonsten: je weiter Richtung Binnenland, desto geringer sind die Niederschlagssummen. Gegen abend ist dann auch in Vorpommern der Spuk wieder vorbei.

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24.08.2020 Sturmlage am Mittwoch

Wetterlage:
Ein Sturmtief erreicht Norddeutschland am Mittwoch und überquert uns von West nach Ost. Die aktuelle Berechnung geht davon aus, daß der Kern nördlich an uns vorbei zieht. Das Hauptwindfeld tritt wahrscheinlich im Nordseeumfeld und im Binnenland im südl. Niedersachsen auf. Momentan sieht es so aus, als ob die östlichen Landesteile zwar einige stürmische Böen abkriegen, aber von Schlimmeren verschont bleiben (Karte 1 & 2). Mit im Gepäck hat dieses Sturmtief einiges an Regen, Karte 3 & 4 zeigt den 6h-Niederschlag: 10-15l/m² werden im Küstenumfeld und im nördlichen Binnenland flächendeckend erreicht. Je weiter südlich, desto weniger wird ankommen. Es werden im Binnenland Spitzenböen bis 75km/h erwartet, in Mecklenburg wohl nur so um die 60 km/h -> das entspricht Windstärke 6-8. Normalerweise kaum der Rede wert, da wir aber immer noch Sommer haben und die Bäume in vollem Laub stehen, ist z.T. auch mit Windbruch zu rechnen.

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Markierungen
1= Verden/Aller
2= Lüneburger Heide
3= SO-Mecklenburg / Woldegk
4= Wolfenbüttel
5= Mainburg/Bay.
6= Mühlhausen/Thür.
H= Hochdruck
T= Tiefdruck
globale Vorhersagemodelle:
GFS (USA); GEM (Canada); ECMWF (EU); ICON (DWD); ARPEGE (Meteo France); HIRLAM (NL);
lokale Vorhersagemodelle:
COSMO (DWD-lokal); AROME (EU); WRF und HIRLAM (freie lokale/regionale Vorhersageprogramme)
GFS-Ensemble 850hPa (1500m):
rote Linie = Temperatur des langj. Mittel
weiße Linie = Mitteltemperatur aller Modelläufe
grüne Linie = Hauptlauf
  Pressebericht Nordkurier  
Kartenmaterial: www.wetter3.de | www.wetterzentrale.de | www.mtwetter.de
Matthias Krücke, www.woldegk-wetter.de
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